Archive for the ‘Historisches’ Category

Im alten Rom…

Samstag, Januar 17th, 2015

…bekamen nur erstklassige Tongefäße einen Stempel mit der Aufschrift SINE CERA (auf Deutsch: ohne Wachs). Denn bei Gefäßen, die beim Herstellungsprozess Fehler wie Unebenheiten oder Risse aufwiesen, wurden diese Fehler mit Wachs kaschiert.
Und deshalb bedeutet die klassische Briefschlußformel Yours sincerely in der englischen Sprache nichts weiter als die Beteuerung, dass man wahrlich aufrichtig ist.
Vielleicht sollte ich in Zukunft meine Korrespondenz mit Ohne Wachs beenden ;)

Die Kunst der Waffenschmiede…

Montag, Januar 12th, 2015

…bestand unter anderem darin, reine Metalle ohne oder mit genau definierten Mengen an Verunreinigungen (1) herzustellen.
Für den Anfänger eignet sich folgendes Experiment, welches in diesem Video (2) eindrucksvoll dargestellt ist.
Vorsicht beim eventuellen Nachmachen, der Schmelzpunkt von Aluminium beträgt 660 °C!

(1) Wie z. B. andere Metalle oder Kohlenstoff.
(2) rechte Maustaste / Link in neuem Tab öffnen

Ein uralter Kalauer…

Montag, Januar 5th, 2015

…behauptet, Moses sei nur deshalb 40 Jahre durch die Wüste geirrt, weil Männer nie nach dem Weg fragen.
Heutzutage programmiert man das Reiseziel in ein Navigationsgerät und dieses leitet einen mehr oder weniger schnell und sicher zum gewünschten Ort.
Aber es gab bereits vor mehr als 80 Jahren Navigationsgeräte, die fest mit dem Auto verbunden (Iter Avto) oder elegant am Handgelenk (Plus Four Wristlet Route Indicator) getragen werden konnten.
Das Design und einige zusätzliche Informationen sind unter diesem Link zu finden.

Am 13. März 1781…

Donnerstag, Januar 1st, 2015

…zwischen 22 und 23 Uhr entdeckte der britische Astronom Sir Friedrich Wilhelm Herschel zufällig einen neuen Himmelskörper.
Nach der Anerkennung des Himmelskörpers als Planet, bekam dieser von Herschel den klangvollen Namen Georgium Sidus (übersetzt: Georges Stern) (1).
Den Astronomen in Frankreich missfiel dieser Name und sie nannten den neuen Planeten nach seinem Entdecker Herschel.
Der Astronom Johann Elert Bode schlug den Namen eines griechischen Gottes vor, nämlich Uranos und erst Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich schliesslich dieser Name durch.
Besonders in der englischen Sprache regt das Wort uranus (2) zu schlüpfrigen Wortspielen an (bis hin zu Harry Potter und The Big Bang Theory).
Und damit ist der 7. Planet unseres Sonnensystems der einzige, der nicht direkt nach einer römischen Gottheit benannt wurde.

(1) Herschel wählte diesen Namen, da der damalige englische König George III. war.
(2) Im Englischen ausgesprochen klingt uranus nun einmal genau so wie your anus.

Um nicht sinnloses Gestammel…

Donnerstag, Juli 31st, 2014

…zu senden, entschlossen sich die Produzenten der Star-Trek-Filme im Jahr 1984 den Sprachwissenschaftler Mark Okrand mit dem Entwickeln der Sprache Klingonisch zu beauftragen.
Mr. Okrand übernahm die Worte, die James Doohan (1) 1979 für den ersten Star-Trek-Film vorgeschlagen hatte. Andere Worte, die Okrand erarbeitete, haben mitunter einen skurrilen Hintergrund. Da sein Nachbar Jill hieß, ist das klingonische Wort für Nachbar jil.
Der britische Dramatiker George Bernard Shaw war Pate für das klingonische Wort für Fisch:

  1. Die Buchstabenfolge gh im Wort enough wird wie f ausgesprochen
  2. Der Buchstaben o im Wort women wird wie i ausgesprochen
  3. Die Buchstabenfolge ti im Wort nation wird wie sh ausgesprochen

Also kann man das Wort ghoti wie fish aussprechen. Deshalb ist ghoti auch das klingonische Wort für fish. Ich glaube, das brächte George Bernard Shaw zum Schmunzeln :)

Und der bekannteste Monolog aus Hamlet sieht im klingonischen Original so aus:
taH pagh taHbe’. DaH mu’tlheghvam vIqelnIS. quv’a', yabDaq San vaQ cha pu’ je SIQDI’? pagh, Seng bIQ’a'Hey SuvmeH nuHmey SuqDI’, ‘ej, Suvmo’, rInmoHDI’? Hegh. Qong. – (Hamlet, 3. Aufzug, 1. Szene)

(1) Doohan war der erste Darsteller von Montgomery Scott

Angeblich wurde am…

Mittwoch, April 16th, 2014

…19. September 1982 das erste Emoticon - der Smiley bestehend aus Doppelpunkt, Minus und Schliessende runde Klammer - von Scott E. Fahlman erfunden. So steht es zumindest bei Wikipedia.
Aber bereits 1862 kommt in einer Rede von Abraham Lincoln der zwinkernde Smiley - bestehend aus Strichpunkt und Schliessende runde Klammer - vor.
Geht man in der Geschichte noch weiter zurück, entdeckt man in einem Gedicht von Robert Herrick, das bereits 1648 veröffentlicht wurde, den Smiley aus Doppelpunkt und Schliessende runde Klammer.
Ob Herrick und Lincoln tatsächlich einen Smiley ausdrücken wollten, wird sich wohl nie erfahren lassen, aber interessant ist es allemal.

Er wollte doch nur…

Montag, August 19th, 2013

…seine Wohnung vergrößern. So wie es seiner Vorfahren auch schon gemacht hatten. Stück für Stück wurde das alte Zeugs hinausgeworfen und neuer Wohnraum geschaffen.

Das alte Zeugs jedoch entpuppte sich als verschiedene Relikte aus dem 12. Jahrhundert. Insgesamt waren es acht Gräber, darunter zwei Fürstengräber aus dem 12. Jahrhundert, die von einem archäologischen Expertenteam freigelegt.

Der Finder dieser Sensation in der Uckermark bekam keine Anerkennung. Warum wohl?

Gestern hatte er…

Dienstag, August 13th, 2013

…Geburtstag, und zwar den 126.

Selber erleben konnte er ihn nicht mehr, er starb bereits 1961 im Alter von 73 Jahren.
Ihm zu Ehren hat Goggle ein Doodle erstellt, dass seine berühmte, wenn auch fiktive Katze in beiden möglichen Zuständen zeigt.

Happy Birthday, Mr. Schrödinger

Und wieder mal: Das Weltall…

Donnerstag, April 4th, 2013

…unendliche Weiten.

Die Geschichte der Raumfahrt wurde auf dieser interaktiven Zeitleiste dokumentiert.

Curiosity…

Montag, April 1st, 2013

…killed the cat, sagt ein englisches Sprichwort.

Aber keine Angst, der Marsrover hat keine Mieze überfahren. Doch die schiere Neugierde erzielt mitunter erstaunliche Ergebnisse.
Wie in diesem Artikel der National Geographic News.

Durch fehlerhaftes Übersetzen…

Samstag, März 23rd, 2013

…vom Italienischen in andere Sprachen kam der Mythos auf, dass es auf dem Mars intelligentes Leben und eine Zivilisation gäbe.

Der Mt. Sharp (5000 m hoch) auf dem Mars

Der italienische Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli schrieb 1878, er hätte auf dem Mars canali gesehen. Das ist das italienische Wort für Wasserlauf oder Graben. Eine natürliche Erscheinung also.

Beim Übersetzen wurden aber aus den canali z.B. im Deutschen Kanäle, etwas Menschengeschaffenes also. Ebenso das englische Wort canal drückt aus, das eine Zivilisation etwas geschaffen hat:
Der Mythos des Marsmenschen begann.

Im Juli 1969 - also mehr als 90 Jahre später - begaben sich die beiden Sonden Mariner 6 und Mariner 7 zur Marserkundung. Durch einen Zufall - eine Kollision mit einem Meteor - wich die Bahn von Mariner 7 von der geplanten Route ab und die Sonde überflog ein Gebiet im Süden des Planeten.

Während Mariner 6 nur Bilder langweiliger Krater zur Erde funkte, zeigte Mariner 7 den mit Eis bedeckten Südpol des Planeten. Wieder war die Hoffnung genährt, es könnte Wasser auf dem Mars geben. Und im Jahr 2013 sucht der Marsrover Curiosity nach weiteren Beweisen.

Bereits 1969 erschien im SPIEGEL ein Bericht; dieser ist hier nachzulesen.

Sind wir bald da?

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Bald ist ein relativer Begriff.
Die Raumsonde Voyager 1, die am 5. September 1977 und damit interessanterweise 16 Tage später als die Raumsonde Voyager 2 startete, wird in zwei bis drei Jahren an die Grenze unseres Sonnensystems kommen.
Die weiteste Entfernung eines von Menschenhand gebauten Objekts von der Erde.
Die Energie für die Instrumente wird noch bis ca. 2020 ausreichen und sicher viele interessante Messergebnisse an uns senden.
Wir sind also noch nicht bald da.