Archive for the ‘Zum ersten Mal’ Category

In einem Schrank…

Freitag, August 22nd, 2014

…kann sich allerlei verbergen.

Kinder verstecken sich darin und im Wandschrank von Professor Digory Kirke kann man beispielsweise hinter den Mänteln nach Narnia gelangen.

Aber in einem anderer Schrank gelang es, die Grundlagen für eine bis heute andauernde Erfindung zu schaffen.
1826 wurde von Joseph Nicéphore Niépce und Louis Daguerre das erste Foto gemacht. Die Belichtungszeit betrug noch acht Stunden und das Bild war nur im Dunkeln beständig. Die Fotoplatten bestanden damals aus teurem Kupfer, das mit Silber beschichtet war. Die beiden arbeiteten fleissig daran, die Zeit zu verringern und die Beständigkeit zu verbessern. Immer und immer wieder wurden ihre Bemühungen enttäuscht. Neun Jahre später, im Frühjahr von 1835, will Daguerre (mal wieder) eine Fotoplatte belichten. Doch nach wenigen Minuten ziehen Wolken auf und Daguerre, der die Platte wegen des wertvollen Kupfers nicht wegwerfen wollte, legte sie in seinen Laborschrank.
Am nächsten Morgen, als Daguerre den Schrank öffnet, sieht er zu seiner großen Verwunderung auf der nur wenige Minuten belichteten Platte ein klares Bild.
Schnell schlussfolgert Daguerre: “Irgendeine der Chemikalien im Schrank muss dafür verantwortlich sein.” Also wird das Experiment wiederholt und jedes Mal nimmt Daguerre eine weitere Chemikalie aus dem Schrank. Immer wieder hat er das selbe Ergebnis eines klaren Bildes und seltsamerweise auch, nachdem er alle Chemikalien aus dem Schrank genommen hat.
“Ist es das Holz? Oder ist da sonst nochwas drin?” fragte sich Daguerre. Bei ganz genauer Inspektion des Schranks entdeckt er Quecksilberkügelchen in einer Ritze. Die Quecksilberdämpfe im Schrank sorgten also für die Bildentstehung. Er überprüfte diese Vermutung, verbesserte dieses Verfahren und machte durch ein Salzbad der Platten in konzentrierter Kochsalzlösung das Bild auch noch lichtbeständig.
Wer ein Bild von Daguerre sehen möchte, betrachte sich den 5-Dollar-Schein der USA. Das Portrait von Abraham Lincoln wurde 1864 mit Daguerres Verfahren - der Daguerrotypie - aufgenommen.

…und in meinem Schrank hausen mit Sicherheit kleine Lebewesen, die mir nachts die Kleidung enger nähen, man nennt sie Kalorien :)

Woher kann man nur…

Montag, Mai 12th, 2014

…die Flächen nehmen, um Solarzellen anzubringen?
Eine Firma in den USA hat eine bahnbrechende Idee. Wie man unter diesem Artikel nachlesen kann, fehlt dazu nur - wie immer - das leidige Geld.
Deshalb wird jetzt fleissig per crowd funding gesammelt.
Lasst es uns einfach versuchen!

Wee hee hee hee dee …

Samstag, August 10th, 2013

hee hee hee hee
weeoh aweem away
Wee hee hee hee dee
hee hee hee hee
weeoh aweem away
a-wimoweh (8 x)
In the jungle,
the mighty jungle,
the lion sleeps tonight…

So beginnt der bekannte Song von The Tokens, die damit 1961 die US-Charts stürmten und drei Wochen den Platz 1 belegten.

Aber sind Löwen wirklich so faul? Oder sind sie nur energetisch effizient? Oder extrem geduldig?

Mit 225 Kameras, die über 1 Million Bilder machten, konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Viel Spaß beim Anschauen.

Cabin crew…

Samstag, Juni 1st, 2013

…prepare doors for departure!

Jeder, der einmal in einem Flugzeug geflogen ist, kennt diese Durchsage aus dem Cockpit an die Purserinnen und Purser.

Wenn man in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Anzahl von Flügen oder Streckenlängen zurückgelegt hat, bekommt man Incentives in Form einer Frequent Flyer Card oder dgl.

Aber, um nach einem einmaligen 1-Stunden-Flug bereits eine Frequent Flyer Card zu erhalten, muss man ein ganz schönes Schwergewicht sein.

Trotz der Vorstellung…

Donnerstag, Mai 30th, 2013

…dass man bereits alles gesehen hat, gibt es dennoch jedes Jahr noch nicht klassifizierte Lebewesen auf unserem Planeten.

…und es sind nicht nur Insekten, sondern auch Wirbeltiere, darunter das kleinste bekannte. In folgendem Link werden zehn im Jahr 2012 neu entdeckte Spezies beschrieben.

In den Jahren…

Mittwoch, Mai 22nd, 2013

…1845 bis 1849 raffte die Große Hungersnot (siehe Wikipedia) bis zu 12 Prozent der Bevölkerung Irlands dahin.

Der Krankheitserreger Phythophtora infestans befiel die Kartoffelknollen bereits in der Erde und durch andere Aspekte begünstigt, breitete er sich rasch aus.

Das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen hat nun zum ersten Mal aus einer getrockneten Herbariumsprobe das Genom entschlüsselt, das vor über 150 Jahren für die Katastrophe in Irland gesorgt hatte.

Vielleicht können wir ab jetzt besser verstehen, wie sich Pflanzenschädlinge entwickeln und wie menschliches Handeln die Verbreitung der Pflanzenkrankheiten begünstigt.

Im Weltraum…

Mittwoch, März 27th, 2013

…hört Dich keiner schreien.

Mit diesem Satz wurden einst die Alien-Filme beworben.
Aber kann man im Weltraum singen? Und das auch noch im Duett mit Sängern auf der Erde?

Probieren wir es aus!, sagten sich Colonel Chris Hadfield (der Astronaut in der ISS, der die fantastischen Bilder unseres Planeten macht und bei Facebook einstellt) und die Barenaked Ladies (die den Titelsong für die Big Bang Theory geschrieben haben).

In diesem Artikel wird das Duett aus dem All beschrieben und mit einem Youtube-Video gezeigt.

Durch fehlerhaftes Übersetzen…

Samstag, März 23rd, 2013

…vom Italienischen in andere Sprachen kam der Mythos auf, dass es auf dem Mars intelligentes Leben und eine Zivilisation gäbe.

Der Mt. Sharp (5000 m hoch) auf dem Mars

Der italienische Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli schrieb 1878, er hätte auf dem Mars canali gesehen. Das ist das italienische Wort für Wasserlauf oder Graben. Eine natürliche Erscheinung also.

Beim Übersetzen wurden aber aus den canali z.B. im Deutschen Kanäle, etwas Menschengeschaffenes also. Ebenso das englische Wort canal drückt aus, das eine Zivilisation etwas geschaffen hat:
Der Mythos des Marsmenschen begann.

Im Juli 1969 - also mehr als 90 Jahre später - begaben sich die beiden Sonden Mariner 6 und Mariner 7 zur Marserkundung. Durch einen Zufall - eine Kollision mit einem Meteor - wich die Bahn von Mariner 7 von der geplanten Route ab und die Sonde überflog ein Gebiet im Süden des Planeten.

Während Mariner 6 nur Bilder langweiliger Krater zur Erde funkte, zeigte Mariner 7 den mit Eis bedeckten Südpol des Planeten. Wieder war die Hoffnung genährt, es könnte Wasser auf dem Mars geben. Und im Jahr 2013 sucht der Marsrover Curiosity nach weiteren Beweisen.

Bereits 1969 erschien im SPIEGEL ein Bericht; dieser ist hier nachzulesen.

Dicht daneben…

Freitag, Februar 15th, 2013

…ist auch vorbei.
Zum Glück, denn obwohl noch nie ein Asteroid so knapp an der Erde vorbeigeflogen ist (seit Himmelsbeoabchtungen stattfinden), sind die 28.000 km Abstand weit genug vorbei, um keinen Schaden auf unserem Planeten anzurichten.
Den ganzen Artikel gibt es hier.

Mit den Worten…

Dienstag, Februar 12th, 2013

O’zapft is! verkündet der Oberbürgermeister in München jedes Jahr den Start in die 5. Jahreszeit, nachdem er das erste Fass angestochen hat.
Aber auch anderes wird aus reiner Neugierde angebohrt. Der Mars-Rover Curiosity hat den Mars angebohrt.
Man darf gespannt sein, was die Analysen alles ergeben werden.

Noch ein Stückchen…

Donnerstag, Februar 7th, 2013

…nach links und dann immer geradeaus.

Solche Wegbeschreibungen sind uns durchaus geläufig. Auch ist es uns möglich, eine Strecke in relativ gerader Richtung zurückzulegen.

Wie aber schafft es der Mistkäfer, die produzierte Kugel aus Mist möglichst rasch von der Quelle des Mists wegzurollen, damit die Kugel nicht womöglich von Konkurrenten erbeutet wird.

Käferforscher aus Schweden machten dazu Versuche und stellten fest, dass sich der Mistkäfer an der Milchstrasse orientiert (Hier der Artikel).

Das ist das erste Mal, dass nachgewiesen wurde, dass ein Insekt die Sterne zur Navigation nutzt.
Und wer weiß, was die kleinen Krabbler noch so alles drauf haben.

Sind wir bald da?

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Bald ist ein relativer Begriff.
Die Raumsonde Voyager 1, die am 5. September 1977 und damit interessanterweise 16 Tage später als die Raumsonde Voyager 2 startete, wird in zwei bis drei Jahren an die Grenze unseres Sonnensystems kommen.
Die weiteste Entfernung eines von Menschenhand gebauten Objekts von der Erde.
Die Energie für die Instrumente wird noch bis ca. 2020 ausreichen und sicher viele interessante Messergebnisse an uns senden.
Wir sind also noch nicht bald da.

Spongebob lebt

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Trotz des weltweiten Artensterbens werden immer wieder neue Arten entdeckt.
Eine Forschergruppe hat aus den im Jahr 2011 ca. 18.000 neu entdeckten Arten einige zu ihren Favoriten gewählt.
Die Menschheit kennt jetzt einen Pilz mit dem Namen Spongiforma squarepantsii (1), weil er a) wie ein Schwamm aussieht und b) sein Körper wie ein Schwamm zusammengedrückt werden kann, um danach c) wieder die ursprüngliche Form anzunehmen.
Eine weitere Ähnlichkeit liegt darin, dass der Pilz nach Früchten riecht, während das Comicoriginal in einer Ananas lebt.
Die anderen Favoriten findet man unter diesem Link: Artikel in stern.de

(1) Spongebob Schwammkopf heißt im englischen Original Spongebob Squarepants (also Schwammbob Quadrathose)