Im Englischen gibt es…

…die Metapher mad as a hatter, was übersetzt so viel bedeutet wie Verrückt wie ein Hutmacher.
Den Verrückten Hutmacher aus Alice im Wunderland von Lewis Carroll kennt der geneigte Lesende, aber woher kommt die Verbindung vom Hütemachen und Verrückt-Werden?
Um beispielsweise Kaninchenfelle zu filzen, damit man aus dem Filz Hüte herstellen kann, verwendeten die Hutmacher früher eine Beize aus Quecksilber und Salpetersäure. Das ständige Einatmen der geringen Mengen an Quecksilber führte über drei Stufen - Zuerst Mattigkeit und Arbeitsunlust, dann Verschlechterung des Gedächtnis mit steigender Reizbarkeit und schließlich absolut reduzierte geistige Arbeitsfähigkeit gepaart mit blutigem Schnupfen und Zahnverlust - zur kompletten Verblödung der Menschen, die ständig mit Quecksilber arbeiteten.
Aber nicht nur Hutmacher litten unter dieser Krankheit, die auch als Hutmachersyndrom bekannt ist, auch Leuchtturmwärter atmeten die Quecksilberdämpfe ein, denn die Leuchtfeuer in den Leuchttürmen waren in einem mit Quecksilber gefüllten Behältnis gelagert.

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