Posts Tagged ‘Physik’

Auch wenn man schon…

Dienstag, November 4th, 2014

…vorher weiß, was passiert, zaubert es einem doch immer wieder ein erstauntes Lächeln ins Gesicht.
In diesem Video zeigt Brian Cox in der größten Vakuumkammer (1) der Welt, die bei der NASA steht, dass alle Objekte im Vakuum gleich schnell fallen.
Oder wie ein Schüler einmal in einem Test geschrieben hat: “Wenn man im Vakuum eine eingeschaltete Taschenlampe und einen Holzklotz fallen lässt, fallen beide gleich schnell. Der Holzklotz fällt also mit der Geschwindigkeit des Lichts!” ;)

(1) Das Volumen beträgt mehr als 22.500 m³ und nach dem Heraussaugen der Luft befinden sich nur noch 2 Gramm Luft im Inneren.

Fiat lux…

Mittwoch, August 20th, 2014

…et facta est lux! heißt übersetzt Es werde Licht und es ward Licht! und das Licht war Teilchen und Welle.
Und wenn Licht Wellencharakter hat, können sich die Wellen dann auslöschen?
Und wenn ja, wie kann man das beweisen?
Ganz einfach mittels eines Michelson-Interferometers. In der Schulphysik kann das aber schwierig und vor allem teuer werden.
An der Universität Osnabrück hat man deshalb ein Michelson-Interferometer aus LegoPhotonics gebaut und freundlicherweise die Baupläne dazu auf diesem Link veröffentlicht (nach dem Theorieteil am Ende der Seite).
Jetzt gibt es für Physiklehrkräfte keine Ausrede mehr und Spaß macht das Bauen sicher auch ;-)

In der Science-Fiction-Literatur…

Freitag, August 15th, 2014

…trat er 1934 im Buch Triplanetary des Autors Edward E. Smith zum ersten Mal auf: Der Traktorstrahl
Seitdem ist er fester Bestandteil z.B. in den Star-Trek-Episoden und -Filmen und wird in den einschlägigen Nachschlagewebseiten und -werken erläutert.
Physiker der Australien National University in Canberra haben eine Methode zur Wellenerzeugung entwickelt, mit deren Hilfe sie Objekte in alle Richtungen bewegen können (nicht ausschliesslich von der Wellenerzeugungsquelle weg oder zu ihr hin).
Kleinere Objekte wie Boote könnten damit eingefangen werden und größere Objekte, wie Ölteppiche, könnten so eingedämmt werden.
Welcher physikalische Hintergrund jedoch genau für den Wassertraktorstrahl verantwortlich ist, wissen die Forscher auch nicht. Es gibt auch noch kein mathematisches Modell, dass dieses Phänomen erklärt.
Die Arbeit wurde in Nature Physics veröffentlicht, wer jedoch nachlesen will, kann dies unter diesem Link tun.

In der Definition der…

Dienstag, Mai 13th, 2014

…so genannten Lenzschen Regel, welche die Lorentzkraft beschreibt, hört sich das Ganze theoretisch und trocken an:
“Nach der Lenz’schen Regel wird durch eine Änderung des magnetischen Flusses durch eine Leiterschleife eine Spannung induziert, so dass der dadurch fließende Strom ein Magnetfeld erzeugt, welches der Änderung des magnetischen Flusses entgegenwirkt, ggf. verbunden mit mechanischen Kraftwirkungen (Lorentzkraft).”
Wenn man aber praktisch einen Neodymmagneten durch ein Stück Kupferrohr bewegt, sieht man, wie mächtig ein Magnetfeld doch ist.
Lediglich die Fahrstuhlmusik stört etwas ;)

Und? Wie soll das Kleine…

Mittwoch, Mai 7th, 2014

…denn nun heißen?
Das ist die Frage, die sich Kernphysiker zur Zeit stellen. Denn die Entdeckung des Elements 117 durch Beschuss eines Berkeliumkerns mit Calciumkernen in einem deutschen Partikelbeschleuniger ist mittlerweile bewiesen.
Da der momentane Name Ununseptium so sperrig klingt, ist ein griffiger Name gefragt.

Eine Maschine…

Freitag, März 21st, 2014

…die möglichst umständlich (und das mit Absicht) eine bestimmte Aufgabe erfüllt, nennt man Rube-Goldberg-Maschine.
Der Name geht auf einen Comiczeichner zurück, dessen Comics einen Professor als Protagonisten haben, der ebens solche Maschinen baut (siehe auch folgenden Eintrag in Wikipedia).
Eine Maschine in Aktion kann auf folgendem You-Tube-Video bestaunt werden.
Viel Spaß beim Selberbasteln :)

Was passiert, wenn man …

Mittwoch, März 19th, 2014

…eine 747, 30 Lehrer und 2000 Tischtennisbälle auf einen Parabelflug schickt?

Die Untermalung mit klassischer Musik sorgt für ein ebenso lustiges, wie informatives Video.

Die alten Römer…

Dienstag, März 18th, 2014

…verwendeten Blei als wichtige Handelsware.
Und vor knapp 2100 Jahren sank in der Nähe der Insel Mal di Ventre bei Sardinien ein mit ungefähr 50 Tonnen Bleibarren beladenes römisches Handelsschiff.
Nun streiten sich Archäologen und Physiker(!) um die Fracht. Erstere wollen durch Bestimmung der Herkunft des Bleis und der eingeschlagenen Siegel auf den Barren die Handelwege der Römer ergründen, letztere benötigen das Blei für die Abschirmung von Messgeräten zur Hochenenergie- und Neutrinoforschung.
Ja, können denn die Physiker nicht anderes Blei nehmen? wird sich der geneigte Lesende fragen. Nein, denn das Blei aus der Römerzeit zeichnet sich durch eine außergewöhnlich schwache Radioaktivität aus, die für die Messungen deutlich weniger störend wirkt.
Alle genaueren Informationen gibt es in diesem Link.

Jetzt ziehen sie…

Montag, August 12th, 2013

…wieder über uns hinweg.

Viele Sternschnuppen (wie bereits im Blogeintrag am 17. Februar 2013 geschrieben) sind bei gutem Wetter zu beobachten. Da der scheinbare Ursprung des Meteoritenstroms im Sternbild Perseus liegt, werden die Sternschnuppen als Perseiden bezeichnet.

Die Erde bewegt sich vom 11. - 13. August direkt durch die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle. Diese Staubteilchen ionisieren zunächst beim Eintritt in die Atmosphäre die Teilchen der Luft und wenn diese geladenen Ionen dann wieder rekombinieren, sieht man das so genannte Rekombinationsleuchten.

Da im Jahr 258 der christliche Märtyrer Laurentius auf einem glühenden Rost gemartert wurde und dessen Namenstag der 10. August ist, heißen die Sternschnuppen auch Laurentiustränen.

Wer aus welchen Gründen auch immer keine Sternschnuppen sehen kann, der sei auf diesen Artikel hingewiesen.

Tröpfchen …

Mittwoch, April 24th, 2013

für Tröpfchen Qualität.

Das scheint sich auch der australische Professor Parnell im Jahr 1927 an der Universität Queensland gedacht zu haben, als er sein legendäres Pech-Experiment startete.

Eine Probe Pech wurde in einen Scheidetrichter gegeben und nach drei Jahren, in denen das Pech Zeit hatte, sich zu setzen, wurde der verschmolzene Auslass des Trichters geöffnet.

Nach bislang 86 Jahren sind erst 8 Tropfen Pech aus dem Auslass getropft, der 9. Tropfen formt sich gerade.
Bislang hatte jedoch niemand die Gelegenheit, einen der Tropfen fallen zu sehen.

Folgender Link zeigt sowohl ein Livebild der beobachtenden Webcam als auch eine Zeitrafferaufnahme, in der fast ein ganzes Jahr zusammengefasst ist.